WissenschaftsProjekt zurück zur Hauptseite
alle Feeds über den Neandertaler
(aktuellster NewsFeed zuerst)
die Einwanderungswellen des homo erectus nach Europa
Der erste Europäer war wahrscheinlich vor 1,77 mio Jahren der homo rudolfensis am Kaspischen Meer. Dann folgte ihm der homo erectus, aber nicht vom Nahen Osten aus, sondern schon vor 1,2 mio Jahre über Gibraltar nach Südspanien. Erst 200.000 Jahren später kam er auch über Asien. Doch als die beiden Neandertalergruppen sich in Mitteleuropa trafen, unterschieden sie sich genetisch kaum voneinander.
Als der Mensch vor 42-45.000 Jahren nach Europa kam, wurde es immer kälter, so dass die beiden Spezien sich wenige Nischengebiete um Flüsse und entlang des Mittelmeeres teilen mussten. Da die grossen Viehherden wie Mammut, Bisons und Rentier hier nicht zuhause waren, kam es darauf an, sich an Kälte und Nahrungsmangel anzupassen. Den Menschen gelang dies in einem gemeinschaftlichen Zusammenhalt. Die Neandertaler blieben hingegen vereinzelt in kleinen Clangruppen. Ihre die Frauen litten zudem unter einer sich z.T. stressbedingt verschlechternden Fruchtbarkeit.
Die Menschen waren noch Jäger und Sammler. Erst als sie vor 10-13.000 Jahren im Nahen Osten sesshaft wurden, nahmen sie dortige Erkenntnisse wie Städte-, Ackerbau und Viehzucht in weiteren Einwanderungswellen auch mit nach Europa.
[mehr]
der Haut des Neandertalers
Die Neandertaler sind wohl um die 350.000 Jahren vor unserer Zeit entstanden. Es ist schon vieles über sie erfroscht worden. Aber nichts ist so schwer wie die Bestimmung der Hautoberfläche der Vorzeitmenschen, da diese als erstes verfällt.
Dennoch ist nach letzten Forschungen zu vermuten, dass sie im Gegensatz zu bisherigen Bildern hellhäutig waren, rote Haare und Sommersprossen hatten. Diese Erscheinungsart entspricht auch am ehesten einem Menschen aus dem Norden, der sich wunderbar an die Kälte angepasst hat.
[mehr]
die Sprache
Die Entstehung von Sprache ist jedoch schon seit Millionen von Jahren angelegt. Die Gesten des Menschen entstanden früher als seine Laute und sind bereits 8 mio Jahre alt (lange vor der Sprache). Zuerst gab es eine Art Zeichensprache vor der Lautbildung. Sprache ist dann aus der Gestik entstanden. Seit 4 mio Jahren kann unser Gehirn diese Zeichen entschlüsseln. Zunächst hatte die Stimme die Handgestik nur unterstützt und verstärkt. Später unterstrichen die Gebärden die Lautsprache.
Auch der Neandertaler war zu sysmbolischen Darstellungen in der Lage, wie seine Malereien und Hornschnitzereien beweisen. Vor 50.000 Jahren setzte er Manganoxyd als Färbemittel ein. Die Farben wurden auf Sandstein aufgetragen.
[mehr]
die Zwerge von Palau
In zwei Höhlen in Palau wurden Tausende menschlicher, versteinerter Knochenreste gefunden. Auffallend ist die seltsame Form der Schädel. Diese Menschen waren Zwerge, verglichen mit unserer Durchschnittsgröße nur so groß wie ein fünfjähriges Kind.
Die Analyse von 12.000 Knochenproben ergab, dass dieses kleinwüchsige Volk nur etwa 1500 - 3000 Jahre alt ist, also zeitgleich mit normalgroßen Menschen lebte. Sie sind wahrscheinlich aufgrund des geringen Nahrungsangebotes, genetischer Isolation und heiß-feuchtem Klima auf den isolierten Inseln geschrumpft. Die Veränderung im Körperbau könnte eine Anpassung an die karge Umwelt gewesen sein. Doch die Inseln wurden erst vor 4000 Jahren besiedelt. Dass sich Menschen in wenigen Hundert Jahren so verändern, gilt eigentlich als undenkbar. So sind ihre Zähne fast normal gross. Diese verändern sich wesentlich langsamer. Auffallend dabei ist, dass sie ungewöhnlich große und zum Teil verdrehte Backenzähne besaßen.
[mehr]
der aufrechte Gang
Der aufrechte Gang entstand schon in der Waldlandschaft, noch bevor sich die Savanne entwickelte. So gelang es dem Vormensch breits, Nahrung von den Bäumen zu pflücken. Die Hände waren nun frei, um etwas zu transportieren und zu jagen. Er konnte besser gehen und war nicht so sehr der Sonne ausgesetzt. Sie traf nur den Kopf und die Schultern, ohne den ganzen Körper und den Rücken zu erhitzen. Später konnte er aufrecht besser die lichter werdenden Wälder und die Savannen überbrücken.
Der heutige Affe kann nicht so gut aufrecht gehen wie der Mensch. Unser Kopf mit der Wirbelsäule steht senkrecht über Becken und Füsse, so dass die Seite nicht überlastig wird. Dafür sind die Gelenke an Wirbelsäule und Beine extrem vergrössert. Unser Fuss hat sich gewölbt, um den Körper optimal vorwärts zu bewegen und das Körpergewicht abzufedern.
Im Gegensatz zum Affen haben wir kein schmales Becken, sondern einen flachen Sattel. Die Oberschenkel sind x-förmig zu den Knien geneigt. Das hat beim Laufen den Vorteil, dass 2/3 der Energie aus der Bewegung und 1/3 aus dem Stoffwechsell kommt, denn im Gegensatz zum Affen können wir unsere Knie durchdrücken. So ist das aufrechte Gehen bei ihm extrem Kraftaufwendig. Zudem gehen sie auf ihren Knöcheln (knucklewalker).
[mehr]
über Fossilien
Zunächst muss eine Skizze der Grabungen angelegt werden: Erkennungsmerkmale wie Flüsse und Berge, die satellitengesteuerte Position (GPS) und eine Dokumentation per Fotografie. Damit sind die Funde geografisch, zeitlich und geologisch zugeordnet, da ihre Lage oft für ihre Interpretation bedeutsam ist. Sie sind stets von Sedimenten überlagert. Knochen und Zähne sind zum Teil von Kalkkrusten aus Kohlenwasserstoffverbindungen überzogen. Im Sedimentgestein wird alldas angesammelt, was irgendwann angespült worden ist, also floss. Diese Schicht muss dann im Laufe der Zeit durch geologische Prozesse wieder an die Erdoberfläche gelangen, damit Grabungen möglich sind.
Die Taphonomie beschäftigt sich mit der Fossilierung ehemaliger Lebewesen. Dazu gehört auch die zeitliche Zuordnung von tierischen Fossilien zum Vergleich. Mit den urzeitlichen Riesenschweinen in Ostafrika ist z.B. eine Tiergruppe gefunden, die in den letzten 4 Millionen Jahren an den Zähnen einer ständigen Veränderung unterlag (ähnlich den Ammmoniten der Schwäbischen Alb). So kann bei einem Homminidenfund aus Ostafrika der Lebenszeitpunkt anhand der ihn in derselben Erdschicht umgebenden Schweinezähne hergeleitet werden (diese sind bereits aufgrund ihrer Funddichte lückenlos bestimmt).
[mehr]
Überarbeitung: sein Aussterben
Der Neandertaler ist ausgestorben! Das ist eine unwiderrufliche Tatsache. Wiewohl er in geringfügigem Ausmass mit einigen Genanteilen noch in uns leben mag. Aber anatomisch ist er untergegangen.
Er hatte sich körperlich zu sehr der Kälte angepasst, spezialisiert. Sein kompakter Körperbau und die mit der Anpassung einhergehende Jagdtechnik, Ernährung und Kultur liessen ihn in einer zu kleinen Nische leben. Vor 24.000 Jahren ist er in Gibraltar angekommen. Doch da war seine Population schon zu klein. Dennoch könnten einige von ihnen möglicherweise im homo sapiens aufgegangen sein.
[mehr]
Überarbeitung: die Kultur
Werkzeugentwicklung und Sprechfähigkeit gelten neben dem aufrechten Gang als Turbo und sind die Voraussetzung für qualitative Sprünge und eine optimierte Entwicklung des Menschen. Zum Werkzeuggebrauch war schon der australopithecus afarensis fähig. Er ermöglichte ihm ein Ausweichen in der Abhängigkeit von Umwelteinflüssen.
Aber erst die Sprache, die beim homo habilis nachgewiesen werden konnte, und sexuelle Partnerschaften formten eine soziale Verbindung unter den Menschen, die ihn zu mehr technischer Entwicklung und einem grösseren Aufgabenbereich des Gehirns befähigte.
Der Neandertaler hingegen hatte sich einem kleinen Habitat gut angepasst. Aber musste wie jede Spezie, die sich zu sehr spezialisierte, in einem veränderten Klima untergehen. Hinzu kamen seine im Gegensatz zum Menschen geringere Fortpflanzung, anatomischen Nachteile und ein minder fester Verband untereinander.
Es hat sich in der Evolution gezeigt, dass eine Spezialisierung oft eine Sackgasse für spätere Klimaschwankungen ist. So hat sich der homo sapiens nur durchsetzen können, weil er sich nicht zu sehr körperlich anpasste und alle Umweltveränderungen durch seinen Kreativität kompensierte.
[mehr]
Überarbeitung: die Wanderungen
Nicht der homo erectus war der erste Reisende, sondern der homo rudolfensis. Und er breitete sich über die verschiedensten Wege aus. Wahrscheinlich war er sogar eine Vorfahrlinie des Neandertalers, der Afrika über Gibraltar verliess.
Weiterhin gibt es Anzeichen, dass der erste Mensch, der Amerika entdeckte, nicht über die Beeringsee kam, sondern tatsächlich ein Europäer war und von Osten einwanderte.
So zeigt sich, dass unser Wissen über vieles wie auch die Menschwerdung immer auf dem grad Entdeckten basiert. Schon morgen kann es sich völlig anders darstellen.
[mehr]
Überarbeitung: das Klima - der Motor der Evolution
Das Klima bestimmt unser Leben und hat unserer Evolution die entscheidende Richtung gegeben.
Wäre es nicht kühler geworden unter den begleitenden Umständen tektonischer Gebirgsauffaltungen, so wären wir nicht von den Bäumen runtergekommen. Die Fauna hätte sich nicht in Waldrandgebieten zur Savanne entwickelt. Und Meere, Wüsten und andere Barrieren würden uns noch heute daran hindern, in andere Kontinente zu wandern. Zumindest solange sich nichts verändert.
Was wäre, wenn wir weiterhin behaart durch die Gegend liefen? So gut wie kein Werkzeug gebrauchen und schon garnicht herstellen könnten? Das Feuer nicht beherrschten, mit dem wir Fleisch zubereiten lernten? Dann bliebe auch unser Gehirn klein und besässe nicht die Kapazität zu dem, dass wir uns heute vorstellen könnten, was denn wäre wenn...
Doch wir sind dazu in der Lage, also sollte uns auch die Vorstellung darüber gelingen, was passiert, wenn wir das Klima, dass schliesslich der Motor unserer Selbst ist, erneut ändern, und es aufhört, uns noch den nötigen Lebensraum zu gewähren! Richtig, erst durch seine Veränderung sind wir zu dem geworden, was wir sind. Aber ein zweiter grosser Einschnitt könnte uns wieder alles nehmen. Vielleicht werden wir dann erfahren, was wohl wäre, wenn wir auf den bäumen geblieben wären.
[mehr]
Überarbeitung: die Geschichte der Hominiden
Die Entwicklung der Hominiden oder Vormenschen zeichnet sich mittlerweile deutlich ab. Aus dem australopithecus afarensis vor 3,5 Millionen Jahren entwickelte sich der homo rudolfensis (vor 2,5 Millionen Jahren), der homo ergaster (vor 1,9 Millionen Jahren), der homo erectus (vor 1,8 Millionen Jahren) und dann der homo sapiens (vor 200.000 Jahren).
Generell zeigt sich dieser Weg als eine Befreiung von sich ständig wechselnden Umwelteinflüssen durch Handwerksgebrauch und eine körperliche Optimierung. Der aufrechte Gang entstand aber wahrscheinlich nicht durch die Savanne, sondern an Wassergebieten in Randzonen des Regenwaldes. Erst durch gezielte Jagd und mit der Verarbeitung von Fleisch durch Feuer und Messer konnte dann auch das Gehirn zulegen.
Mithilfe seiner sozialen Interaktionen verschaffte sich der Mensch einen weiteren Vorteil z.b. gegenüber dem Neandertaler. Dieser starb im Gipfel der Eiszeit aus. So ist die Entwicklung des homo sapiens als der Siegeszug über ein sich ständig wechselndes Klima zu verstehen.
[mehr]
Überarbeitung: die Vermischung der Menschen
Die grösste Frage, die uns zum Thema Neandertaler bewegt, lautet: gab es eine Vermischung zwischen ihm und dem homo sapiens? Deshalb soll hier der erste Ansatz einer Überarbeitung gesetzt werden.
Zuerst muss der Frage nachgegangen werden, wer alles aus Afrika kam, und wo die unterschiedlichen Menschenarten aufeinander getroffen sind? Es gilt als gesichert, dass sich der homo sapiens immer wieder mit älteren Formen wie in Asien gemischt hat. Doch ist es auch tatsächlich zu Hybriden mit dem Neandertaler gekommen?
Jede neue archäologische und anthropaläontologische Ausgrabung kann völlig überraschende Erkenntnisse bringen.
[mehr]
neue Erkenntnisse zum Frühmenschen
Die Hominiden umfassen alle Spezies, die seit dem letzten gemeinsamen Vorfahren von Affen und Menschen gelebt haben. Charakteristisch für Hominiden ist der aufrechte Gang und – damit in Zusammenhang – ein relativ kurzes und vertikales Gesicht und ein tief liegendes Hinterhauptsloch, an dem die steilgestellte Wirbelsäule ansetzt. Ein weiteres Merkmal der Hominiden ist ein großer Hirnschädel.
Die evolutionäre Trennung zwischen menschlichen Vorfahren und Menschenaffen soll vor 6 - 7 Millionen Jahren, beim sog. Toumai, ein Australopithecus anamensis, entstanden sein. Er lebte im heutigen Tschad - über 2000 Kilometer westlich des ostafrikanischen Grabens, dem bisher vermuteten Ursprung der Menschheit. Zudem ist die Zeitangabe umso erstaunlicher, da sich die Linie zum Gorilla vor 7 bis 10 Millionen Jahren abgespaltet hat und die zum Schimpansen erst vor 7 Millionen Jahren.
[mehr]
neues von erectus
Neueste Entdeckungen in Georgien belegen, dass er bereits vor 1.77 Millionen Jahren dort erschien. Ähnliche Funde wurden auch auf Java aus dieser Zeit gemacht. Der damalige homo erectus hatte einen zierlichen Körperbau bei einer Grösse von 1.45 - 1.65 Meter, aber nur 40- 50 Kg Gewicht. In seinen Schädel passte mit 0,6 bis 0,8 Litern allerdings gerade einmal die Hälfte der Gehirnmasse eines modernen Menschen. Aufgrund ihrer guten Läuferqualitäten hatten die sehr schlanken Menschen mit längeren Beinen einen Vorteil und erreichten häufiger das fortpflanzungsfähige Alter. So gaben sie dieses Merkmal weiter.
[mehr]
Epilog
Wo es genügend Neandertaler in einem angenehmen KlimaHabitat gab und er dort auf viele homo sapiens traf, ist er in ihnen aufgegangen. Und seine Gene (als Variante homo javaensis) haben sich im Laufe der Zeit durch ihre Dominanz verflüchtigt. Das war in Asien der Fall.
Hätte er als eigene Spezie überlebt, dann wäre es ihm womöglich wie dem homo floresiensis gegangen, der noch lange Zeit eine Nische zum Überleben gefunden hatte. Das dies eine Insel war, begünstigte dessen Kleinwüchsigkeit. Vielleicht hätte der Neandertaler als kleine, kompakte Lebensform im hohen Norden überlebt. Warmblütler neigen dazu, wenn es evlolutionär sein muss, zu schrumpfen. Hätte er sich nur 15000 Jahre länger der kargen Zeit anpassen können. Zum Beispiel durch ein Umdenken in der Jagdtechnik.
[mehr]
die Sprache
Erst seit 200.000 Jahren hat sich das sog. FoxP2-Gen auf dem Chromosom 7 entwickelt, also während der Entstehung des homo sapiens. Es hat die Sprachfähigkeit vervollkommnet. In dieser Zeit haben sich übrigens auch die letzten beiden Gene zum Schimpansen geändert. Seitdem sind unsere Zungen und Lippen beweglicher. Wir können viel variabler artikulieren. Der Neandertaler hatte mit seiner flachen Schädelbasis seit 300-400.000 Jahren keine gemeinsamen evolutionären Schritte mehr mit uns gemeinsam getan. Sein Kehlkopf steckte weiter hinten als beim heutigen Menschen. Er besass keine richtige Resonanz und konnte nicht so differenziert sprechen. vor allem keine langen Vokale.
Neues zur Vermischung
Eine Vermischung ist immer und überall möglich gewesen, ging aber meistens anatomisch in den sapiens auf, da diese sich stärker vermehrten.
Die Anzahl der sich aus dem homo erectus bildenden neuen Menschenarten wie der Neandertaler oder Javamensch stand in keinem Verhältnis zum später einwandernden homo sapiens. Dieser war erfindungsreicher und zeigte sich deshalb in seiner Umwelt mit den ständigen Klimawechseln als anpassungsfähiger. Und er lebte in grösseren sozialen Gruppen. Auch dieses Netz von Interaktionen und Regeln, was ein Zusammenleben erst ermöglicht, bildete ein leistungsfähigeres Gehirn aus.
Sie waren fruchtbarer und dominierten aufgrund ihrer Anzahl das nachfolgende Erbgut, so dass die anatomischen Eigenschaften des Neandertalers alsbald verwischt und egalisiert wurden.
In der Zeit vor 27.000 - 24.000 Jahren, als der letzte reine Neandertaler ausstarb, gab es aufgrund der Klimaverhältnisse nur noch wenige 1000 Menschen des Typs homo sapiens in Europa. Einige von ihnen mit den Genen des Neandertalers.
die Eiszeit
Mit dem Beginn der heutigen Eiszeit vor über 3 mio Jahren wurde soviel Feuchtigkeit gebunden, dass es auch in Afrika trockener wurde. Die Wälder verschwanden und Savanne entstand. Der Regenwald Zentralafrikas, der bereits vor 7-9 mio Jahren zu schrumpfen anfing, war nun zwischen Ost- und Westküste einem Streifen von Busch- und Flusslandschaften gewichen.
Der Motor der Evolution ist das Klima und das Eis. Als es vor 45.000 Jahren noch trockener und kälter in Europa wurde, wurden auch die Wechsel zwischen Wärme- und Kälteperioden schneller. Es wurde immer unwirtlicher. Innerhalb einer Generation verschwanden die Wälder. Nur derjenige, der umdenken konnte, sich den Veränderungen anzupassen in der Lage war, überlebte. Der Neandertaler gehörte nicht dazu.
der neue Klebstoff
Die Leimherstellung aus dem Stoff der Birkenrinde ging so: Ein schwarzer Klumpen aus Betuin, dem Birkenpech, wurde in einem Feuer verschwelt. Dazu gruben sie die fest gerollte Birkenrinde in einem festen Tongefäss luftdicht verschlossen ein und klopften die umgebende Erde mit hellem Sand fest. Zunächst verbreitete der Schwelbrand einen Geruch nach geräuchertem Schinken. Dann schwitzte die Birkenrinde unter Sauerstoffausschluss das Pech aus.
homo novus
In unserem VielvölkerGemisch hat auch der Neandertaler überlebt. Er hat seine Gene über den Javamenschen an die asiatische Vökergruppe weitergegeben. Aus ihr ist ebenfalls der homo novus entstanden. Der sich zunächst isoliert auf Australien weiterentwickelte. Sich dann aber in den letzten Jahrhunderten über die ganze Welt ausbreitete. Und nun unter uns lebt. Vielleicht auch schon mit uns vermischt ist.
Also: Keine Angst, wenn der Neandertaler und der homo novus in uns sind. Auch die Entwicklung des Menschen bleibt nicht stehen.
der 6. Evolutionssprung
Krümmungen des Keilbeins sind Evolutionssprünge. Das zeigen die Entwicklungen der Arten, die sich zum Menschen ausbildeten. Nun scheinen wir inmitten eines Prozesses, der eine 6.Krümmung ankündigt. Ständige, drängende Fehlstellungen der Kiefern weisen auf eine Mutationshäufigkeit hin, die letztlich in einer bleibenden, optimalen Veränderung gipfeln werden.
Eine solche Veränderung hätte eigentlich bereits erfolgen müssen. Wenn es wirklich der Fall war, ist sie womöglich von der ZahnMedizin als eine weitere Fehlstellung korrigiert worden. Oder sie dämmert vor sich hin und breitet sich erst langsam unter den Verwandten dieser Familie(n) aus.
die Entwicklung des Keilbeins
Durch die Vergrösserung des Hirnschädels bei gleichzeitiger Verkleinerung des Gesichtsschädels tritt eine starke Verkürzung der bei vielen anderen Primaten ausgeprägten Schnauze ein.
Die zunehmende Abweichung der Entwicklung zwischen Mensch und Affe besteht nicht nur in den Proportionen, sondern auch in einer Veränderung des Basisknochens des Schädels, der die Form des Kiefers bestimmt. Seine Krümmung verläuft immer in derselben Richtung.
Jede weitere Krümmung des Keilbeins bringt eine neue Spezie hervor. Dazwischen liegen Phasen der Stabilität. Zu Beginn der SäugetierÄra vor 60 Millionen Jahren war es flach und ungekrümmt. Vor 40 Millionen Jahren krümmte es sich zum 1. Mal und brachte die Affen hervor, deren Augen bereits vorn sitzen. Dann erscheinen mit der 2. Krümmung die grossen Affen. Mit der Rundung kann ihr Gehirn mehr wachsen, und der Oberkiefer steht weniger vor...
Wer sind die 3 MenschenRassen?
Der Mensch wird in 3 Rassen eingeteilt. Neben der Haut-, Haar- und Augenfarbe (Komplex der Pigmentierung) sind bestimmte Körper-, Kopf- und Gesichtsformen sowie physiologischen Parameter wie Wärmeregulation und Blutmerkmale ausschlagebend.
Die Hautfarbe zeigt eine deutliche Beziehung zur Stärke der UV-Bestrahlung; sie ist in lichtreichen Gegenden dunkel (Schutz vor UV-Strahlung) und in lichtärmeren Gegenden hell, um ausreichende Bildung von Vitamin D zu gewährleisten.
Wer sind die Götter der Aborigines?
Es sind heilige Wesen, die die Welt geschaffen haben. Und die den Aborigines nach ihrem Verständnis die Aufgabe hinterlassen haben, das Geschaffene zu achten und darauf aufzupassen.
Doch in ihrem Denken sind sie allzu menschlich. Es kommt der Verdacht auf, dass sie selber Menschen waren. Die sich bereits vor der Ankunft der Aborigines in Australien aufhielten. Der homo javaensis mixtus.
Was ist Religion?
Eine jede Religion entsteht durch die Erkenntnis des Menschen, dass er sterblich ist. Er benötigt dann einen Halt, der ihm in der Regel durch das Weiterleben nach dem Tod versprochen wird.
Die Aborigines haben die älteste Religion der Welt.
Sind die Aborigines wirklich die Bewacher der Erde?
In der Tat haben die Aborigines viele grosse TierArten ausgerottet. Vor allem durch die mutwillig gelegten FeuersBrünste veränderten sie das Land und sein Klima. Heute ist anstelle dichten Buschwerks nur noch sandige Wüste.
Was ist die Traumwelt der Aborigines?
In der Dreamtime erschuffen die GeisterAhnen die Welt. Ihre Landschaften, Pflanzen, Tiere und Menschen. Sterne, Sonne und Planeten. Danach übergaben sie die Gesetze des Universums den Aborigines, um darauf zu achten und zogen sich wieder zurück.
Bei den Corroborees werden diese Geschichten und Ereignissse der GeisterAhnen mittels Lieder, Malerei, Tanz und spezieller Ausrüstung nachvollzogen. Masken, KopfSchmuck und KörperBemalung gehören dazu.
Sind die Aborigines entfernte Nachfahren des Javamenschen?
Genetisch weist der Aborigine keine relevanten Übereinstimmungen mit dem homo neandertalensis oder auch JavaMenschen auf. Engere Verwandtschaftsgrade hat er zum homo javaensis mixtus.
Neueste Forschungen beweisen, dass es zu Paarungen unter ihnen kam. Ursprünglich stammt der Aborigine von den homo sapiens der Inseln Timor und Papua-Neuguinea. Beide Kulturen lebten lange isoliert auf Australien. Durch ihre Vermischung ging ein kleiner Anteil des JavaMenschen nun in dem Aboriginal auf.
Sind Neandertaler und Javamensch die selbe Spezie?
Ihre Ahnen bildeten den selben Stamm in Afrika, den homo erectus. Dieser verteilte sich bei seiner Auswanderung über die Kontinente. In Europa wurde er zum Neandertaler, in China zum PekingMenschen.
Genetisch sind sie eng miteinander verwandt. Mit der Zeit traten aber immer wieder kleinere Mutationen und Anpassungen auf, so dass sich der JavaMensch in wenigen, unbedeutenden Äusserlichkeiten unterschied.
In Europa war es deutlich kälter als in Indonesien. So verstärkten sich Augenwülste, Nasengänge und Brustkorb beim nordischen Neandertaler, um sich gegenüber der Kälte besser zu wappnen.
Erst mit der anhaltenden Vermischung des JavaMenschen mit dem homo sapiens und auf Australien mit dem Aboriginal kam es zu entscheidenen Unterschieden.
War der Javamensch der letzte existierende Frühmensch?
Im Jahre 2003 sind auf der indonesischen Insel FLores zunächst fossile Knochen von einem zwergenwüchsigen Mensch, Hobbit genannt, gemacht worden. Weitere Funde geben seine letzte Lebenszeit wieder: Vor 12.000 Jahren. Dann soll der homo floresiensis durch einen mächtigen Vulkanausbruch umgekommen sein.
Doch ist er auch ausgestorben? Überall gibt es Nischen und Höhlen, in die er flüchten konnte. Nicht von ungefähr existieren unter den Einheimischen Gerüchte, dass er noch vor 200-300 Jahren am Bergrand gelebt haben soll.
Wenn ja, wieso wird er heute nicht mehr gefunden? Diese kürzlichen Entdeckungen bergen weitere Geheimnisse, die es zu enträtseln gilt.
Weist ein Vergleich der Erbsubstanz von Mitochondrien auf Menschen aus Afrika hin?
Mitochondrien-DNA von zehn verschiedenen Regionen wurden kombiniert. Solche aus der Mitochondrien-Erbsubstanz und aus verschiedenen Chromosomen. Pro Zeiteinheit treten etwa gleich häufig Mutationen auf. So kann zurück gerechnet werden, wann sie zum ersten Mal auftraten.
Der beste Beweis für eine Vermischung ist, wenn sich bei heutigen Menschen ein Gen findet, das nur auf eine bestimmte Region beschränkt vorkommt. Zum Beipiel das Gen für Rothaarigkeit in Europa. Und wenn anhand von Mutationen an diesem Gen nachgewiesen werden kann, dass es älter als die moderne Menschheit ist.
Da Mitochondrien nur von der Mutter auf das Kind übertragen wird, verändert sich das Erbgut bei der Fortpflanzung nicht. Die heutige Menschheit ist relativ jung und entsprechend eng untereinander verwandt.
Vor 70.000 Jahren wäre der homo sapiens um ein Haar ausgestorben. Nur 2000 moderne Menschen teilten sich damals den Lebensraum, den heute gut sechs Milliarden Erdenbürger bewohnen.
Vor 67.000 Jahren trafen die ersten dieser Wanderer in Zentral- und Südostasien ein, von wo sie vor 20.000 Jahren über die Beringstraße nach Amerika zogen und vor 13.000 Jahren den dortigen Süden erreichten. Unterdessen hatten sich Einwanderer in Zentralasien nach Westen gewandt und erreichten vor 40.000 Jahren Europa.
Konnte sich der Mensch regional weiterentwickeln?
Anatomische Vergleiche von fossilen Schädeln belegen eine kontinuierliche regionale Weiterentwicklung. Das frühere einheitliche Bild einer mitochondrialen Eva wird durch die sich ansammelnden neuen Daten aufgelöst. Ein 25 000 Jahre altes Kinderskelett aus Portugal zeigt die anatomischen Details eines modernen Menschen und eines Neandertalers.
Kann eine neue Spezie heute noch erhalten bleiben?
Genetisch konnten sich homo sapiens sapiens und der JavaMensch durchaus kreuzen.
Damals war der Mensch noch auf riesige Landflächen verteilt. Eine neue Spezie konnte sich also erhalten, stabilisieren und unter sich weiterentwickeln.
Heute leben die Menschen so kompakt miteinander, dass sie sich sehr stark vermischen. Das bedeutet die Anpassung aller Menschen aneinander. Und damit die Auflösung einer einzelnen Blutlinie.
Für die Erhaltung einer Unterart bedarf es eines isolierten Habitats, um sich nicht mit anderen zu kreuzen bzw. in ihnen aufzugehen. Das geschieht nur noch in den unberührtesten Winkeln des Regenwalds und vereinzelter Landstriche.
Hat der homo javaensis heute überlebt?
Zuerst gilt es zu klären, ob es genetisch überhaupt machbar war. D.h., konnten sich der damalige JavaMensch und der homo sapiens sapiens überhaupt vermischen?
Oder hatten sie sich nie getroffen? Wenn doch, waren sie friedlich miteinander umgegangen. Und gab es genügend kulturelle Interessen, um gemeinsame Kinder aufzuziehen?
Gibt es den homo javaensis als Nachkomme des Neandertalers noch?
Das können nur Untersuchungen im tiefsten Herzen des Outbacks zeigen. Oder auf einer der Inseln, die Australien umgeben. Denn im Gegensatz zum Neandertaler waren die Umstände für ein Überleben dieser Art in Asien viel günstiger.
Was muss getan werden, um den Nachweis des Überlebens des homo javaensis anzutreten?
Hat der Neandertaler einen Nachfolger?
Ja, auch in Europa konnte er sich mit dem homo sapiens kreuzen. Doch dieser Mischling war nicht lebensfähig.
Aber in Asien kam eine neue Spezie zustande. Der homo javaensis.
Mittlerweile ist sie allerdings so sehr mit uns verschmolzen, dass selbst der noch einige Zeit auf Australien isoliert lebende Aboriginal keine Merkmale mehr mit den damaligen Urformen hat.
Ist der homo javaensis also ausgestorben?
Lebt der Neandertaler heute noch?
Der Neandertaler, wie es ihn vor 30.000 Jahren gab, ist heute ausgestorben.
Doch seine asiatische Form, die sich von ihm in nur wenigem unterschied, ist in einer Vermischung noch präsent. Aus dem dortigen VölkerGemisch mit dem homo sapiens ist damals vor 60.000 Jahren eine überlebensfähige Spezie entstanden.
Die Frage ist, gibt es diese Spezie noch. Wenn ja, wie sieht sie aus?